Wenigtrinker sind im Winter gefährdet
Das Durstgefühl richtet sich nach dem aktuellen Wasserbedarf und wird sehr fein reguliert. Zumindest sollte es das. Doch oft ist das Durstempfinden unterdrückt, sei es durch eine langfristige Anpassung an temporäre Wasserdefizite oder durch eine Überlagerung anderer psychologischer Faktoren wie Stress, Leistungsdruck oder der Angst vor zu häufigen Toilettengängen. Im Winter scheint das Durstgefühl weiteren Einflüssen zu unterliegen. Denn 18,3 % aller Befragten der repräsentativen GfK-Untersuchung trinken wegen eines veränderten Durstgefühls im Winter generell weniger, vor allem weniger Mineralwasser (16,5 %, Mehrfachnennungen waren möglich). Deutlich mehr als die Hälfte (65 %) greift verstärkt zu warmen Getränken wie Tee und Kaffee. Und gut 25 % der Untersuchungsteilnehmer versuchen mit einem gesteigerten Konsum von Fruchtsäften für einen verbesserten Vitaminhaushalt zu sorgen.
Doch ist der Wasserbedarf im Winter tatsächlich geringer als im Sommer? Die allgemeinen Empfehlungen zur Trinkmenge sehen keine Unterschiede für die verschiedenen Jahreszeiten vor. Wo in den hiesigen Breiten die höhere Temperatur im Sommer für Schweiß bedingte Wasserverluste sorgt, da führt im Winter oft eine trockene Heizungsluft zu einem größeren Wasserbedarf.